Pfizer hat mit Viagra über die Jahre viele Milliarden US-Dollar verdient – auf dem Höhepunkt rund zwei Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr. Seit dem Auslaufen des Patentschutzes und dem Markteintritt günstiger Generika sind die Einnahmen jedoch deutlich gesunken. Dieser Artikel ordnet die Zahlen ein und erklärt, was sie für Patienten bedeuten.
Er gehört in unsere Rubrik zu Lösungen bei sexueller Dysfunktion als Hintergrundwissen.
Wie erfolgreich war Viagra?
Nach der Zulassung 1998 wurde Viagra zu einem der bekanntesten Medikamente der Welt und einem Verkaufsschlager. In den Spitzenjahren erzielte Pfizer damit Milliardenumsätze. Viagra prägte eine ganze Produktkategorie und machte das Thema Erektionsstörung gesellschaftsfähig.
Warum sind die Einnahmen gesunken?
Wie bei allen Medikamenten lief der Patentschutz aus – in den USA und Europa im Lauf der 2010er-Jahre. Seitdem dürfen andere Hersteller günstige Generika mit dem Wirkstoff Sildenafil anbieten. Der Wettbewerb hat die Preise und damit Pfizers Umsätze mit dem Originalpräparat stark gedrückt.
| Phase | Bedeutung für den Umsatz |
|---|---|
| Nach 1998 | rasanter Aufstieg, Milliardenumsätze |
| Spitzenjahre | ~2 Mrd. USD pro Jahr |
| Nach Patentablauf | deutlicher Rückgang durch Generika |
Was bedeutet das für Patienten?
Vor allem Gutes: Generisches Sildenafil enthält denselben Wirkstoff wie Viagra, ist aber erheblich günstiger. Für die meisten ist es die wirtschaftlichere Wahl bei gleicher Wirkung. Ob man Viagra rezeptfrei bekommt und welche Dosierungen es gibt, ist dabei wichtiger als der Markenname.
Warum Viagra mehr als ein Medikament wurde
Der wirtschaftliche Erfolg erklärt nur einen Teil der Geschichte. Viagra wurde zu einem kulturellen Phänomen: Es prägte Werbung, Witze und Schlagzeilen und half, ein lange tabuisiertes Thema in die Öffentlichkeit zu holen. Diese Bekanntheit hatte auch Schattenseiten – sie befeuerte einen riesigen Markt für Fälschungen und dubiose Online-Angebote, die bis heute existieren. Für Patienten ist die wichtigste Lehre dennoch nüchtern: Nicht der berühmte Name zählt, sondern der geprüfte Wirkstoff, die richtige Dosierung und der sichere, ärztlich begleitete Bezug. Wer auf das günstige Generikum aus einer regulierten Quelle setzt, erhält dieselbe Wirkung wie beim Originalpräparat und umgeht zugleich die Risiken des grauen Marktes, der vom Bekanntheitsgrad der Marke bis heute profitiert. Letztlich war Viagra also ein doppelter Erfolg: ein wirtschaftlicher für den Hersteller und ein medizinischer für die vielen Männer, denen eine wirksame, gut untersuchte Behandlung zur Verfügung steht – heute zu einem Bruchteil des früheren Preises.
Praktisch: Ist Viagra rezeptfrei? Dosierung: Stärken und Dosierungen. Überblick: Medikamente zur Behandlung.
Häufige Fragen
- Wie viel verdient Pfizer mit Viagra?
- In den Spitzenjahren rund zwei Milliarden Dollar jährlich; seit dem Patentablauf deutlich weniger.
- Warum gingen die Umsätze zurück?
- Wegen günstiger Generika nach Ablauf des Patentschutzes.
- Ist das Generikum gleich gut?
- Ja, es enthält denselben Wirkstoff Sildenafil und ist meist deutlich günstiger.