Eine durch Borreliose verursachte Neuropathie (Nervenschädigung) ist in vielen Fällen behandelbar und teils umkehrbar – vorausgesetzt, sie wird früh erkannt und mit Antibiotika behandelt. Da Nerven auch an der Erektion beteiligt sind, kann eine solche Neuropathie indirekt die sexuelle Funktion beeinflussen. Dieser Artikel erklärt Behandlung und Aussichten.
Er gehört in unsere Rubrik zu Lösungen bei sexueller Dysfunktion, weil Nervenschäden eine mögliche Ursache von Erektionsstörungen sind.
Was ist eine Borreliose-Neuropathie?
Borreliose wird durch Zeckenbisse übertragen. Bleibt die Infektion unbehandelt, kann sie das Nervensystem befallen (Neuroborreliose) und Nervenschmerzen, Taubheit, Lähmungen oder Funktionsstörungen verursachen. Sind autonome Nerven betroffen, kann auch die Erektionsfähigkeit leiden.
Wie wird behandelt?
Die Therapie besteht aus Antibiotika, die gegen die Borrelien-Bakterien wirken. Je nach Schweregrad werden sie als Tabletten oder per Infusion gegeben. Begleitend können Schmerz- und Physiotherapie die Beschwerden lindern und die Erholung unterstützen.
| Faktor | Einfluss auf die Erholung |
|---|---|
| Früher Behandlungsbeginn | verbessert die Aussichten |
| Schwere der Nervenschädigung | je leichter, desto besser |
| Begleittherapie | unterstützt die Erholung |
Ist die Neuropathie umkehrbar?
Oft ja. Bei frühzeitiger Behandlung bilden sich viele Symptome ganz oder teilweise zurück. Bei länger bestehender oder schwerer Schädigung kann die Erholung unvollständig sein und Monate dauern. Geduld und konsequente Therapie sind wichtig.
Was bedeutet das für die Erektion?
Bessert sich die Nervenfunktion, kann sich auch eine dadurch bedingte Erektionsstörung erholen. Bleiben Beschwerden, helfen die üblichen Medikamente zur Behandlung. Wichtig ist, die zugrunde liegende Ursache – hier die Infektion – konsequent zu behandeln.
Wie beugt man der Neuropathie vor?
Die beste Vorbeugung ist, eine Borreliose gar nicht erst chronisch werden zu lassen. Nach Aufenthalten in Wald und Wiese sollte man den Körper gründlich nach Zecken absuchen und sie rasch entfernen, da das Übertragungsrisiko mit der Saugdauer steigt. Eine wandernde Hautrötung (Erythema migrans) nach einem Zeckenstich ist ein klassisches Frühzeichen und gehört umgehend ärztlich abgeklärt – in diesem Stadium ist die Behandlung am wirksamsten. Wer früh handelt, verhindert in den meisten Fällen, dass die Infektion überhaupt das Nervensystem erreicht und Spätfolgen wie eine Neuropathie entstehen. Bleiben nach einem Zeckenstich unklare Beschwerden wie Taubheit, Schmerzen oder Erschöpfung bestehen, ist das ein guter Grund, gezielt nach einer Borreliose zu fragen.
Behandlung: Medikamente zur Behandlung. Seelische Folgen: psychologische Auswirkungen. Andere Ursachen: Zusammenhang mit Herzkrankheiten.
Häufige Fragen
- Ist eine Borreliose-Neuropathie heilbar?
- Bei früher Antibiotikatherapie bilden sich viele Symptome ganz oder teilweise zurück.
- Kann sie Erektionsstörungen auslösen?
- Ja, wenn die für die Erektion wichtigen Nerven betroffen sind.
- Wie lange dauert die Erholung?
- Von Wochen bis Monaten – abhängig von Schwere und Behandlungsbeginn.